Was ist das Ziel meines Workflows als Komponist,
der mit KI zusammenarbeitet?
Dass meine zuvor vorhandene Komposition
massiv berücksichtigt wird. Dass die KI über ihr vorheriges Training
hinaus durch Klang-Vorlagen von mir zu einem Lied Eigenständiges und
Originelles liefert.
Phase 1, die
Eingabe der Komposition, die Eingabe von auf englisch und deutsch
Gesungenen, auch zumeist mit Gitarre oder Tasteninstrument die Eingabe
klarer instrumentaler Läufe, sorgt für Erhaltung meines Werkes.
Phase 2, die Eingabe von Klang-Vorlagen,
provoziert die KI. Wir befinden uns dabei im künstlerischen Bereich: Die
KI darf ausdrücklich "halluzinieren": Sie gelangt durch meinen
Input gezielt zu einem Lied von mir heraus aus ihrem Trainingsmaterial.
Wo eine KI Rechtsberatung leisten soll, aber mit
ihrem antrainierten Impuls, schlüssig zu sein, Gerichtsurteile erfindet,
bereiten ihre "Halluzinationen" Probleme. Durch meine "Phase 2" wird ein
das KI-Training übersteigenes Ergebnis angestrebt. Das erreiche ich, indem ich zur
Nutzung der Klang-Vorlagen "30 Prozent Anteil" anweise: Ein
Erfahrungswert, bei dem die KI einerseits die Vorlage nur umkreist,
andererseits ihre Trainings-Inhalte umsortiert, neu arrangiert, um auf die
Klangvorlage Bezug zu nehmen. Ja! Auf geht´s!
Zu hören ist bei "Revolutionär", "Sternzeichen im
Sommer" und auch hier bei "Cauchemar", dass das KI-Ergebnis die
Klang-Vorlage nicht zitiert und nicht covert. Dass vom Ergebnis her die
Klang-Vorlage nicht mehr erkannt werden kann. Sondern dass sie das Lied
originell durchgeistert. Bei meiner Art der Zusammenarbeit mit KI bleibt
der Mensch Autor.
Die KI leistet bei mir das, was klassisch "Pferd
und Reiter" möglich machen: Mit Sinnen und Beinen und Kraft ist das Pferd
dabei. Aber ohne Mensch würde das Pferd auf der Wiese stehen bleiben. Mit
Reiter, mit Mensch dann übersteigt es Berge und erreicht ferne Orte.
Hyperbolic wird provoziert in der Phase 2:
Lauschpirsch.de versucht in Phase 3, französischen Pop zu
erzeugen, referenziert dabei aber die Klang-Vorlage:
Laurie Anderson mit "O´Superman" und Anne Clark mit
"Sleeper in Metropolis" grüßen von ferne bei dieser Kreuzung "Cauchemar"
aus toll befremdlicher Exotik mit Pop.
Ich habe das "Große Latinum" und kann Lateinisches
mitverfolgen. Französisch habe ich nicht an der Schule gelernt, aber in
einem Urlaubs-Sprachunterricht in Saint Brieuc, bei einer Zelt-Auto-Reise
an der Coté de Azur, bei Aufenthalten in Paris und Luxemburg. Deutsch als
Muttersprache, Englisch und Französisch als Fremdsprache und Lateinisch
als Schulsprache: Das ist mein Sprach-Repertoire, und freudig bringe ich
es in meiner Musik zum Einsatz.
Die Nacharbeit in Phase 4
bei dieser KI-Vorlage wird sein:
- Ich montiere in meiner No-KI-DAW Sounds der Vorlage erneut und
energisch ein.
- kurz vor Minute 3 baue ich eine instrumentale Passage
ein. Das Wortgeprassel bei den Lauschpirsch-Versionen ist oft zu dicht. Auf
meine Prompts [instrumental passage] geht sie nur jedes zweite Mal ein.